Sinkende Netzentgelte ab 2026 – war’s das für Mieterstrom?
Ab 2026 sinken die Netzentgelte – regional unterschiedlich, aber teils deutlich. Was zunächst wie ein Dämpfer für Mieterstrom klingt, ist in Wahrheit ein Weckruf: Jetzt entscheidet sich, wer Energiekosten wirklich im Griff hat – mit lokalem Strom, intelligentem Management und aktiver Steuerung.
Was ändert sich 2026 bei den Netzentgelten?
Die Netzentgelte werden im kommenden Jahr teils deutlich reduziert – allerdings nicht überall gleich:
📉 Manche Regionen profitieren stärker, andere bleiben im bisherigen Kostenrahmen.
🔌 Netzentgelte machen etwa ein Drittel der Stromkosten aus – jede Veränderung hat also unmittelbaren Einfluss auf die Endabrechnung.
Bedeutet das das Aus für Mieterstrom?
Ganz im Gegenteil. Sinkende Netzentgelte sind kein Gegenargument zum Mieterstrom – sie verschieben nur die Spielregeln. Denn Mieterstrom ist mehr als ein reines Sparmodell:
Er stärkt die lokale Versorgung, entlastet Netze und macht Immobilien zukunftssicher. In Verbindung mit Stromspeichern, Wärmepumpen und Wallboxen entstehen neue Synergien. Mit intelligentem Energiemanagement lassen sich auch die neuen, variablen Netzentgelte gezielt nutzen – vor allem auch im Winter. Das ist gesünder für den Speicher und ermöglicht auch eine Rendite in der Jahreszeit, wo die Anlage selbst sonst nur wenig produziert.
Variable Netzentgelte + Mieterstrom = Zukunftsmodell
Seit dem 01.01.2024 erlaubt der §14a EnWG die flexible Gestaltung der Netzentgelte – über drei Module:
- Modul 1: Pauschalmodell, einfach umzusetzen (z. B. für Wallboxen)
- Modul 2: Verbrauchsabhängiges Netzentgelt mit bis zu 60 % Ersparnis, setzt einen Extra-Zähler voraus
- Modul 3: Zeitvariable Netzentgelte – Strom wird zu bestimmten Tageszeiten günstiger
🔄 Gerade Modul 2 und 3 lohnen sich im Zusammenspiel mit Mieterstrom, weil der Verbrauch gezielt in günstige Preiszonen verlagert werden kann – etwa über Wärmepumpensteuerung, Speicher oder smarte Ladepunkte.
Mieterstrom bleibt wirtschaftlich – wenn er richtig gemacht wird
Wer heute nur auf die Senkung der Netzentgelte setzt, vergisst die langfristige Perspektive:
- Lokale Energie vermeidet Netzentgelte komplett
- Stromkosten bleiben kalkulierbar und entkoppelt von der Inflation
- Das Gebäude wird zum aktiven Teil der Energiewende
Richtig geplant und vernetzt bleibt Mieterstrom nicht nur attraktiv – er wird durch die neuen Netzentgeltsysteme sogar noch wirtschaftlicher.
Fazit:
Ab 2026 wird Energie günstiger – aber nur für diejenigen, die ihre Anlagen, Speicher und Verbräuche smart kombinieren. Mieterstrom wird damit nicht überflüssig, sondern zum Schlüssel einer neuen, flexiblen Energielogik.
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