Genossenschaft – die flexible Alternative zur GmbH und ein spannender Hebel für Mieterstrom-Projekte
Du beschäftigst dich mit energetischen Sanierungen, denkst über Mieterstrom nach und fragst Dich, in welcher Rechtsform sich all das am geschicktesten bündeln lässt? Im jüngsten „Immovation“-Podcast verriet Immobilieninvestorin Cornelia Richter, warum sie nach mehreren Jahren in GbR- und GmbH-Strukturen auf die Genossenschaft („eG“) umgestiegen ist – und welche Türen sich dadurch für nachhaltige Energie-Investments öffnen.
1. Warum Genossenschaft?
Niedrige Einstiegshürden
Eine eG lässt sich bereits mit drei Mitgliedern gründen; vier sind ideal, weil dann niemand über 25 % hält und nur der Vorstand im Transparenzregister erscheint – ein Plus an Anonymität.
Das Stammkapital definierst Du selbst: Oft reichen Anteile zu je 10 €; schon wenige Tausend Euro decken Notar- und Registerkosten.Bekannter steuerlicher Rahmen
Die eG wird wie eine GmbH besteuert, nutzt denselben Kontenrahmen und ist bei Banken oder Steuerberatern daher rasch erklärt: „Ist wie eine GmbH – nur flexibler“.Spielraum bei Anteilen
Mitgliederanteile können intern unkompliziert verschoben werden. Wer z. B. eine Immobilie oder PV-Anlage einbringt, erhöht vorher seine Anteile – Schenkungssteuer fällt für die übrigen Mitglieder so kaum ins Gewicht.Banken kennen das Modell
Volks-, Raiffeisen- oder GLS-Bank – alles selbst Genossenschaften. Hier stößt das Konzept auf offene Ohren, besonders wenn Dein Track-Record stimmt.
2. Was hat das mit Mieterstrom zu tun?
Cornelia Richter streift im Podcast die Möglichkeit, Gewinne aus Bestandsobjekten in Photovoltaik zu reinvestieren und dabei attraktive Abschreibungen (IAB) mitzunehmen . Genau hier spielt die eG ihre Stärken aus:
| Herausforderung | Genossenschaftlicher Vorteil |
|---|---|
| Eigenkapital für PV & Speicher | Kleine Anteile ermöglichen zügiges Kapital-Pooling |
| Langfristiger Betrieb von Mieterstrom-Anlagen | Mitglieder bleiben flexibel; neue Investoren können anteilig einsteigen |
| Komplexe Eigentümerstrukturen | Eine eG bündelt mehrere Gebäude oder Gesellschaften unter einem Dach |
3. Mindset & Netzwerke – ohne Aktion kein Fortschritt
Richters wichtigstes Learning: „Prüfen – und dann tun“ . Ob Du nun eine eG gründest oder Dein erstes Mieterstrom-Projekt umsetzt: Kleine Schritte, klare Zahlen und der Austausch mit Menschen, die schon weiter sind, bringen Dich voran .
Dein nächster Schritt
Du fragst Dich, wie Du Mieterstrom, Stromspeicher, Wärmepumpen und Wallboxen sinnvoll kombinierst – vielleicht sogar in einer Genossenschaft? Wir teilen gern unsere Praxiserfahrungen und zeigen, welche Bausteine zusammenpassen.
(Hinweis: Wir erteilen keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Unsere Einblicke ersetzen nicht das Gespräch mit zugelassenen Fachleuten.)
Schreib uns einfach – und finde heraus, welcher Ansatz Deine Immobilien energetisch und wirtschaftlich nach vorn bringt.


