Sind Wärmepumpen bei einem kalten Winter unwirtschaftlich?
Der Winter 2026 zeigt sich von seiner frostigen Seite – und viele stellen sich zu Recht die Frage: Können Wärmepumpen bei solchen Temperaturen wirtschaftlich arbeiten? Schließlich hört man oft, dass sie bei tiefen Minusgraden an Effizienz verlieren und dann mehr Strom benötigen. Doch wie sieht die Realität aus – und was bedeutet das für Vermieterinnen und Vermieter?
Was passiert bei längeren, kalten Wintern?
Ein Blick auf die aktuelle Lage macht deutlich: Die Gasspeicher in Deutschland leeren sich rasant – trotz voller Füllstände zum Winterbeginn. Aktuell liegen sie bei nur noch rund 42 % (Stand: Januar 2026, Quelle). Sollte die Kältewelle anhalten, wird immer wahrscheinlicher, dass eine Gas-Mangellage entsteht.
Was folgt, ist eine Preisfrage: Je knapper das Gas, desto teurer der Verbrauch. Das betrifft nicht nur Bestandskunden, sondern wird über neue Lieferverträge auf breiter Front weitergegeben. Die durchschnittlichen Gaspreise steigen, und das dauerhaft.
Die versteckten Kosten des Gasnetzes
Ein oft übersehener Faktor: Die Gasnetze in Deutschland werden zunehmend weniger genutzt, weil viele Haushalte und Vermieter bereits umsteigen – auf Wärmepumpen, Solarenergie oder Mieterstrom. Damit sinkt die Anzahl der Anschlussnehmer. Doch die Infrastruktur bleibt – und ihre Kosten werden auf immer weniger Schultern verteilt. Das bedeutet für die verbleibenden Gaskunden: steigende Netzentgelte, ganz unabhängig vom eigentlichen Gaspreis.
Wärmepumpen – auch bei Kälte effizient
Zugegeben: Bei strengem Frost sinkt die Effizienz von Wärmepumpen etwas. Doch moderne Systeme sind auch für kalte Tage ausgelegt. Selbst bei Außentemperaturen um -10 °C liefern sie ein Vielfaches an Heizenergie im Vergleich zum eingesetzten Strom. Der sogenannte COP (Coefficient of Performance) liegt selbst im Winter bei 2 bis 3, oft höher. Das bedeutet: Für 1 kWh Strom erhältst du 2–3 kWh Wärme – ein Wirkungsgrad, den kein Gaskessel erreichen kann.
Die clevere Kombination: Wärmepumpe + Mieterstrom + Energiemanagement
Was die Wärmepumpe endgültig zur wirtschaftlichen Lösung auch im kalten Winter macht, ist der Mix mit intelligentem Energiemanagement:
Eigene Stromproduktion durch Photovoltaik auf dem Dach senkt die Betriebskosten massiv.
Dynamischer Stromeinkauf durch unsere Energiemanagementsysteme ermöglicht es, günstige Strompreise am Markt zu nutzen.
Speicherlösungen gleichen Verbrauchsspitzen aus und machen unabhängig von Preissprüngen.
So bleibt nicht nur die Wärmeversorgung gesichert – es bleibt sogar eine Rendite für dich als Vermieter übrig.
Unser Fazit:
Die Wärmepumpe ist nicht das Problem bei kaltem Wetter – sie ist ein Teil der Lösung. Während Gaspreise steigen und das Netz schrumpft, sichern sich Vermieter mit Mieterstrom und smarter Heiztechnik langfristig stabile, planbare Kosten.
Sprich mit uns darüber, wie du dein Objekt zukunftssicher machst – und dabei nachhaltig profitierst.


